Am 22.04.2008 trat ich das zweite Mal in der ehrwürdigen Komödie Kassel auf. Stellte ich beim ersten Besuch im November letzten Jahres mein Buch Andres Reisen vor, drehte sich diesmal alles um mein neues Soloprogramm, bestehend aus Liedern, Texten und flachen Gags.
Rock'n'Roll!
Während es auf der Bühne wenige Minuten vor Beginn der Show noch turbulent zugeht und die letzten Vorbereitungen getroffen werden...
"Du kommst hier nich' rein!"
... begrüßt Kassiererlegende Matthias Kuhnt bereits die ersten Gäste im Foyer. Freudig wird in Erwartung eines tollen Abends das Einlassticket in die Kamera gehalten.
Los geht's!
Gleich mit den ersten beiden Liedern heize ich so richtig ein: "Roter Salon", eine Würdigung der Räumlichkeit und "Alles wird gut", eine Hommage an ein wahres TV-Urgestein, heißen die ersten beiden Titel des abends.
In die Tasten hauen...
Und kurz darauf kommt mein Keyboard ins Spiel: Beim neuen Titel "Ein geheimer Wunsch" rastet die Menge fast aus, und bei "Wenn man ein Liebeslied singt" wird es ganz ruhig im Saal; Komik und Tragik liegen eben ganz nah beieinander.
Podestplatz.
Schließlich betritt Joscha Wagner die Bühne, mit ihm gehe ich einige illustre Meldungen durch. Die Frage ans Publikum, ob das Programm denn "vom Hocker reißt", wird vom thronendem Joscha mit einem seichten Lächeln abgetan.
Gästeschar.
Ich bin mir jetzt nicht ganz sicher, ob einige Leute im Publikum wegen des Fotos oder doch eher wegen meines Programms irritiert gucken. Einige Gesichtszüge lassen auf jeden Fall eine gewisse Freude erkennen, und nachdenkliche Posen dulde ich natürlich ebenfalls.
Weitblick!
Selbstverständlich interessieren mich nicht nur die Gäste in vorderster Front, auch Menschen in den hinteren Reihen wollen unterhalten werden – Entertainment auf höchstem Niveau für alle!
Über den Wolken...
Der Nebel inspirierte mich (und wohl zuweilen auch Carmen) zu einer spontanen Tanzeinlage, wirbelnd und doch die Bodenhaftung nicht verlierend – so könnte man auch mein Bühnenprogramm trefflich beschreiben.
Tischmanieren.
Am Tisch sitzend riss ich natürlich meine Schoten und interagierte mit dem Publikum. Auch Auszüge meiner Bücher habe ich verlesen, dabei findet besonders die "tragische" Geschichte mit einer jungen Stewardess Anklang... persönliche "Bruchlandung" hin oder her, die Theaterbesucher honorieren die Episode mit lautem Gelächter.
Finale (oh, oh!)
Wenn das Publikum frenetisch eine Zugabe einfordert, erfülle ich diesen Wunsch selbstverständlich gerne. Spontan spiele ich neben den Gassenhauern "Die Winde wehen immer noch" und "Wie ein kleines Kind" einen ganz neuen Titel: "Du hast gesagt" schneidet bei meinem internen Zuschauerresonanzdezibelmessgerät mit am besten ab – und ist wohl für die nächsten Auftritte gesetzt. Auf ein baldiges Wiedersehen!