| Am 03.07.2007 trat ich zum zweiten Mal im Autorencafé der Werkstatt in Kassel auf. Zur stimmungsvollen "Lesung des Sommers" kamen 40 Besucher.
Zusammen wurde ausgerechnet dem Sommer getrotzt - denn außerhalb des Cafés ging es stürmisch zu.
Meiner langjährigen guten Freundin Lydia habe ich zu ihrem Geburtstag einen exklusiven Gutschein für diese Lesung geschenkt. Dieser beinhaltet unter anderem einen Platz in der ersten Reihe sowie einen Backstageausweis.
Ein Kollegenbesuch ist mir immer heilig, insofern freut es mich außerordentlich, dass Karsten zum zweiten Mal einer meiner Lesungen beiwohnt - da ziehe ich meine Kappe!
Kurz vor Beginn der Veranstaltung betritt Benjamin das Autorencafé. Anhand seines Outfits lässt sich eindeutig festmachen: Sommer ist draußen nicht - der ist Anfang Juli wohl schon im Urlaub.
Die Ansage von Roland, Chef des Autorencafés, fällt sehr herzlich aus. Klar, schließlich haben wir eine durchaus ähnliche Frisur.
In der Süddeutschen Zeitung steht es: "Neuer Präsident: Lehmann soll Goethe-Institut führen". Doch ich teile den staunenden Gästen sogleich mit, ich hätte so viel Spaß an meinem Soloprogramm, da bleibe keine Zeit, auch noch ein Institut zu führen.
An diesem Abend spiele ich erstmalig meine neue E-Ukulele, die ich erst wenige Tage vor dem Auftritt erstanden habe. Dank Verstärker kann ich richtig losrocken!
Diejenigen, die frühzeitig eintrudeln, können sich im linken Flügel des Cafés freiwillig direkt vor der "Bühne" neben dem VIP-Gast einen Platz sichern.
Einen Gag habe ich mir noch unmittelbar vor der "Show" ausgedeacht, auf einem Zettel notiert und gegen Ende der Lesung zitiert: Ein richtiger Rohrkrepierer, darum lasse ich ihn an dieser Stelle einfach weg.
Eine Zugabe wird frenetisch eingefordert, und so ist erst nach rund 100 Minuten alles gesagt. Für einen Moment schaue ich betrübt, der Abend vergeht wie im Fluge. Doch ich bin mir gewiss: Einen Großteil der Anwesenden werde ich im Herbst bei den Vorstellungen meines zweiten Buches wiedersehen! Oder etwa nicht?
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