| Vom 05.10.2006 bis zum 09.10.2006 besuche ich einen Freund in Irland, der ein Auslandssemester bestreitet. Ich hausiere bei Marc in einem Studentenwohnheim in Dublin. Neben der Erkundung der Hauptstadt steht auch eine Bustour in den Süden des Landes auf dem Programm.
Um gleich mit dem ersten Bild eines zu widerlegen: In Irland scheint tatsächlich auch mal die Sonne - wenngleich nur für einige Minuten. Im St. Stephen's Green in Dublin drehe ich jedenfalls trockenen Fußes meine Runden.
Das Zentrum Dublins ist wahnsinnig belebt, durch die Straßen wird man geradezu geschoben. Da der Verkehr oder auch die Rolltreppen in den Kaufhäusern im Gegensatz zu Deutschland "seitenverkehrt" ablaufen, weiß ich in der Fußgängerzone nicht so recht, wo ich denn nun langgehen darf, des öfteren werde ich angerempelt. Aber die Iren sind stets freundlich: "Sorry!"
Offenbar aus letzter Verzweiflung gibt es im Zentrum Dublins an den Fußgängerampeln ein Zusatzlicht: Von 60 abwärts läuft ein Countdown. Doch das schert hier niemanden, die Straße wird von den gewieften Iren zu jeder "Ampelphase" gequert, schließlich hat jedes Auto eine Bremse. Dieser Optimismus ist geradezu ansteckend. Bis einer weint.
Mit dem Bus fahren wir in den Süden Irlands und besuchen Cork, immerhin europäische Kulturhauptstadt des Jahres 2005. Mit gut 100.000 Einwohnern ist es sage und schreibe die zweit größte Stadt des Landes. Das Kulturangebot - etwa in Form des "Cork Butter Museum" nehmen wir jedoch aufgrund zeitlicher Engpässe nicht wahr und "streichen" den Besuch.
An eine Hauswand in Cork ist dieses illustre Wesen gepinselt. Eine gewisse Ähnlichkeit möchte ich nicht abstreiten, Marc hingegen findet sie geradezu frappierend.
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Über den Dächern von Cork. |
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Auffallend sind im ganzen Land die bunt gestrichenen Gebäude, ein "grau in grau" kann man etwa den Häuserfassaden ganz im Gegensatz zum Wetter auf keinen Fall nachsagen.
Hier der Beleg: Ich kann über Wasser laufen. An der Küste in Dun Laoghaire unweit Dublins geht es richtig stürmisch zu. Und: Es regnet.
Die Liffey im Zentrum Dublins spiegelt die prächtigen Farbenspiele der Brücken und Häuser. Ein versöhnliches Bild zum Schluss. Vor fünf Jahren war ich das erste Mal in Irland, es folgte nun mein zweiter Besuch. Ein dritter Aufenthalt in einigen Jahren ist reine Formsache. Marc, bleib' doch einfach dort!
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